100 Jahre Frauenwahlrecht – reicht das?

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100 Jahre Frauenwahlrecht – reicht das?

Mit welchen Mitteln haben Frauenrechtlerinnen das Wahlrecht erstritten? Wer weiß heute noch, wer die Suffragetten waren, welche Kämpfe sie ausfechten mussten und dass sie sogar manchmal im Gefängnis landeten?

Im November 1918 war es dann erreicht. Als erste Rednerin in der Weimarer Nationalversammlung stellte Marie Juchacz fest, dass nun den Frauen gegeben wurde, „was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist“.

Doch was verbinden Frauen hundert Jahre später mit dieser Errungenschaft? Hat der Gang zur Wahlurne in der globalen Welt an Bedeutung eingebüßt und spielt Politikverdrossenheit bei Frauen eine Rolle? Welche Forderungen an die Politik haben heute junge und ältere Wählerinnen?

Die Erzählfrauen verschiedener Generationen widmen sich diesen Fragen aus ihren jeweiligen Blickwinkeln: als Frauenforscherin, Wahlforscherin und junge Wählerinnen. Sie freuen sich auf einen lebhaften Austausch mit dem Publikum.

Ergänzend zu den mündlichen Beiträgen präsentieren das belladonna Archiv und die Bibliothek Fachbücher zur ersten und zweiten Frauenbewegung u.a. mit spannenden Porträts von Frauenrechtlerinnen, wie z.B. Anita Augspurg, Clara Zetkin, Helene Lange, aber auch Anna Stiegler, Rita Bardenheuer u.v.a. aus der Bremer Frauenbewegung.

Außerdem wird das Thema Wahlrecht anhand von zahlreichen Plakaten, Flugblättern, Fotos und Grauen Materialien veranschaulicht.

Erzählen werden:

Prof. Dr. Ute Gerhard lebt in Bremen, ist Soziologin und emeritierte Professorin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie war die erste Inhaberin eines Lehrstuhls für Frauen- und Geschlechterforschung.

Dr. Iris Krimmel lebt in Bremen und ist wissenschaftliche Angestelltean der Universität Bremen. In ihrer Doktorarbeit hat sie die Beteiligung an Wahlen im internationalen Vergleich untersucht.

Lea Finster lebt in Bremen, studiert Sozialwissenschaft an der Universität Osnabrück, ist ehemalige Praktikantin bei belladonna und arbeitet beim Bremer Frauenausschuss.

Céline Schneidewind lebt und studiert in Hamburg Ethnologie, Amerikanistik und Anglistik. 2013 absolvierte sie bei belladonna ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur. Letztes Jahr hat sie als 20-Jährige zum ersten Mal gewählt.

Moderation: Maria Spieker ist Diplompädagogin für Jugend- und Erwachsenenbildung und war 16 Jahre frauenpolitisch aktiv.

 

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten

Beginn: Sonntag, 11. März 2018  /  15:00 - 17:00 Uhr
Ort: belladonna
Kosten: Spenden erwünscht