"Mein eigenes Worpswede"

Werke von Elisabeth Noltenius (1888-1964)

Sowohl das bewegte und unkonventionelle Leben, als auch das künstlerische Werk von Elisabeth Noltenius bilden einen wichtigen Teil der Zeit- und Kunstgeschichte Bremens ab. Als Porträtmalerin, in erster Linie von Kindern, wurde sie bekannt und war gefragt. Ihre zahlreichen Aufträge ermöglichten ihr nach dem Tod des Vaters, ihre Mutter und sich zu versorgen. Schon früh hatte sie bei Clara Rilke-Westhoff modellieren gelernt und war auf die Damenakademie in München gegangen. Ihre künstlerische Leidenschaft galt der Landschafts- und Stilllebenmalerei, in der sie sich stark mit den zeitgenössischen Kunstströmungen des Impressionismus und Expressionismus auseinandersetzte. Häufig wählte sie Menschen bei der Arbeit im Moor als Thema und überzeugte mit ihren dynamischen Kompositionen. Ähnlich wie Paula Modersohn-Becker ließ sie sich u.a. von der norddeutschen Landschaft zu diesen Bildern inspirieren. In Meyenburg bei Schwanewede fand sie „ihr eigenes Worpswede“, wo eine Vielzahl ihrer Landschaften, aber auch Interieurs und Stillleben entstanden. Elisabeth Noltenius ist nach ihrem Tod wie so viele andere Künstlerinnen in Vergessenheit geraten.

Mit dieser Ausstellung wollen wir an Elisabeth Noltenius als starke Bremer Persönlichkeit, aber vor allem als bemerkenswerte Künstlerin erinnern. Aus ihrem Nachlass können Sie hier eine Auswahl an Landschaftsdarstellungen, Porträts und bäuerlichen Arbeitsszenen entdecken, die teils käuflich zu erwerben sind.

Das Buch zur Ausstellung: Katja Pourshirazi u.a. (Hg.): Elisabeth Noltenius - Sehnsucht nach dem vollen ganzen Leben. Bremen, Edition Temmen

Die Vernissage ist offen für alle Interessierten

Ausstellung: 21.11.2016 bis 15.03.2017

Öffnungszeiten: Mo, Di 14-16 Uhr; Mi, Do 17-19 Uhr

 

Beginn: Donnerstag, 17. November 2016  /  19:00 - 21:00 Uhr
Ort: belladonna
Kosten: frei