Historische Frau des Monats

05.01.2017 16:15 von Anne Beel (Kommentare: 0)

Alexandra Exter

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Alexandra Alexandrowna Exter, geborene Alexandra Grigorowitsch

(6. Januar in Belostok, Russisches Kaiserreich - 17. März 1949 in Fontenay-aux-Roses bei Paris)

Ein Leben für Marionetten, Kostüme und Bühnenbilder

1907 studierte Alexandra Exter an der Kunsthochschule in Kiew. Mit der Künstlergruppe Blaue Rose stellte sie im selben Jahr in Moskau aus und beteiligte sich an weiteren Ausstellungen in Russland. Seit 1908 folgten regelmäßige Studienreisen nach Paris verbunden mit dem Besuch der Académie de la Grande Chaumière und nach Rom. Während dieser Zeit hatte sie in Paris Kontakte mit Picasso, Braque, Apollinaire sowie in der Künstlerkolonie La Ruche. Im Jahr 1909 eröffnete sie ihr eigenes Atelier in Paris und reiste mehrmals nach Italien, um dort die futuristischen Maler Ardengo Soffici und Marinetti zu treffen.

1912 zog sie nach St. Petersburg und nahm an bedeutenden Ausstellungen der russischen Avantgarde wie 0,10 Ende Dezember 1915 und Karo-Bube (1910-17) teil. Bis 1914 hielt sie sich wahlweise in Kiew, Moskau, Paris und Italien auf. Anfang 1914 nahm sie an einer Futuristen-Ausstellung in Rom teil, 1915-16 an der Ausstellung Tramway V und 1921 an der Ausstellung 5x5 = 25 in Moskau.

1916-21 waren die Jahre, in denen sie sich intensiv mit der Arbeit am Theater und für das Ensemble von Alexander Jakowlewitsch Tairow beschäftigte. In dieser Zeit gründete sie aber auch ein eigenes Atelier in Kiew, aus dem viele Künstler hervorgingen. Die erste russische Kunstausstellung in Berlin 1922, zeigte ihre Gemälde Stadt, Venedig, Gegenstandslos sowie elf Kostümskizzen für das Kammertheater in Moskau, sechs Dekorationsskizzen und ein Theaterdekorationsmodell für Romeo und Julia. Neben der Arbeit am Theater gab sie Unterricht an der Kunsthochschule WChUTEMAS in Moskau.1924 emigrierte Exter nach Frankreich. Sie wohnte erst in Paris, wo sie einige Bühnenentwürfe für das Ballett erarbeitete und von 1926 bis 1930 an der Academie d'Art Contemporain von Fernand Léger lehrte. Ab 1928 bis zu ihrem Tod wohnte sie in Fontenay-aux-Roses.

Literatur über Alexandra Exter finden Sie auch bei uns im Archiv. Wir freuen uns auf Ihren Besuch dienstags von 13 bis 15 Uhr und donnerstags von 15 bis 18:30 Uhr.

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